Italian Tenors

Im April erscheint euer zweites Album. Wie viel Zeit habt ihr dafür im Studio verbracht? 
Im Normalfall stehen wir rund zehn bis zwölf Tage im Studio um ein komplettes Album aufzunehmen. Wir benötigen ungefähr einen Tag pro Song bis wir drei damit zufrieden sind.

Was könnt ihr uns über das Album verraten?
Das Album ist eine Sammlung der schönsten italienischen Songs. Es enthält einige unserer Lieblingslieder sowie einige Welthits. Einige Stücke gehen eher in die klassische Richtung wie beispielsweise «Miserere» oder dem Soundtrack von «der Pate» während auch typische italienische Pop-Songs von Ramazzotti, Gianna Nannini, Zucchero und vielen mehr vertreten sind. Die Stücke sind sehr unterschiedlich arrangiert, mal klassisch, mal modern, mal energisch, mal ruhig. Grundsätzlich denken wir, wer dieses Album hört, will einfach mitsingen.

Wie fühlt es sich an, auf einer Opernbühne zu stehen, das Gefühl muss ja der Wahnsinn sein?
Evans: Auf der Bühne zu stehen ist immer der Wahnsinn! Ich persönlich versuche immer eine Verbindung zum Publikum herzustellen, auf ihre Wünsche und Energien einzugehen. Mir ist es deshalb auch sehr wichtig, in unserem Programm genügend Raum für Improvisationen und Überraschungen zu lassen. Um auf Ihre Frage zurückzukommen; die Opernbühne ist in der Tat sehr speziell. Sie vereint die beiden Dinge die ich am meisten liebe: Singen und Tanzen. Als «The Italian Tenors» können wir hingegen viel direkter mit dem Publikum kommunizieren, improvisieren und auch einmal Witze reissen denn das ist schlussendlich der beste Teil unseres Berufes. Unser letztes Konzert in der Schweiz war in dieser Hinsicht perfekt! Das Publikum strahlte eine enorme Energie aus welche sich auf uns übertrug. Wir haben viel gelacht, viele Witze über unsere Herkunft und italienische Klischees gemacht. Es war einfach grandios! Nun freuen wir uns schon wahnsinnig auf die nächsten Konzerte in der Schweiz, am 21. Juni in St. Gallen und am 20. September in Lugano.

Wo und wann habt ihr euch kennengelernt und als Gruppe zusammen getan?
Evans: Sabino und ich (Evans) kannten uns bereits von der Arbeit am Opernhaus in Turin. Mirko habe ich in Mailand an einem musikalischen Anlass kennengelernt. Vor etwas über zwei Jahren haben wir dann entschlossen unsere Interessen für Klassik und Pop zusammenzutun und «The Italian Tenors» zu gründen.

Was bedeutet Musik für euch?
Mirko: Musik war schon immer der Mittelpunkt meines Lebens. Ich bin überglücklich, meine Leidenschaft beruflich ausüben zu dürfen.

Wenn man so wie ihr, in einer Gruppe eng zusammen arbeitet, gibt es sicher auch mal Diskussionen und unterschiedliche Meinungen. Wie erlebt ihr das?
ISabino: Wir sind wie eine kleine Familie, da streitet man sich schon mal. Grundsätzlich finden wir aber immer eine Lösung die für alle passt.

Was habt ihr für Ziele, die ihr in Zukunft als Band noch erreichen möchtet?
Wir arbeiten zur Zeit an unserem zweiten Album, was für uns bereits ein grosser Erfolg ist. Wir hoffen an unsere Erfolge anknüpfen zu können und auch neue Wege zu beschreiten. Wir freuen uns in Zukunft mit anderen Künstlern zusammenzuarbeiten. Beispielsweise haben wir mit «Jia Ruhan», einer chinesischen crossover Sängerin, für ihr neues Album zusammengearbeitet und wir denken da ist noch viel Raum für viele weitere spannende Projekte.

Wie gefällt euch die Schweiz?
Evans: Ich liebe die Schweiz! Es war das erste Land welches ich als kleines Kind mit meinen Eltern bereist habe. Meine Eltern bereisten die Schweiz ziemlich oft und mein Bruder und ich freuten uns immer auf die Schokolade, welche sie uns dann mitbrachten. Es mag klingen wie ein altes Klischee, aber meine erste Erinnerung an die Schweiz war die Schokolade.

Wie reagiert ihr auf Kritik?
Mirko: Ich kann mit Kritik gut umgehen wenn sie Sinn macht, sie ist wichtig um im Leben weiterzukommen. «Stolz schliesst Ohren und Geist, Bescheidenheit öffnet ihn». Bescheidenheit ist essenziell und das Geheimnis der brillianten Künstler.

Welche Vorbilder habt ihr?
Sabino: Es gibt zu viele Vorbilder, unmöglich diese alle aufzuzählen.

Was möchtet ihr euren Fans noch mitteilen?
Evans: Ci vediamo in Italia!
Mirko: Ich hoffe, euch an einem unserer Konzerte bei «Das Zelt» in St. Gallen oder Lugano zu treffen!
Sabino: Ladies, meine Tür steht immer offen!

 

Steckbrief

Homepage: www.theitaliantenors.com

Evans Tonon
Hobbys: Kino, Theater, Step-Tanz, Gymnastik, Lesen
Lebensmotto: Follow your passion, money is a byproduct.

Sabino Gaita
Hobbys: Komponieren und Songs schreiben, Lesen
Lebensmotto: No rules without exceptions.

Mirko Provini
Hobbys: Kayak, Wandern, Lesen, Kino
Lebensmotto: Believe in yourself and you will see your dreams realized.